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Haie im roten Meer- wenn der Traum zum Alptraum wird

Viele Taucher kommen ans Rote Meer
um Haie zu sichten. Auch wir waren richtig enttäuscht, als wir vor vielen Jahren extra Elphinstone gebucht hatten und keinen einzigen Hai beobachten konnten. Beim zweiten Besuch hatten wir mehr Glück. Drei Longimanus kamen, als ob das Riff eine Modenschau wäre. Erst kokettierte der erste, schwamm zurück und gab den beiden anderen ein Go, um sich zum Finale zu dritt zu präsentieren. Es sind wunderschöne Tiere und ich hatte keinen Moment Angst.
Tatsächlich haben Taucher ein viel geringeres Risiko einer Haiattacke ausgeliefert zu werden als Schwimmer oder Schnorchler. Einerseits, weil die Luftblasen dem Hai ganz klar zeigen, das ist keine Beute, andererseits liegt ein Taucher ganz anders im Wasser als ein Schwimmer und Schnorchler, die sich viel mehr bewegen und dadurch bei den Raubfischen in der Tiefe als „Futtersignal“ empfangen werden.
Aktuell haben wir leider bereits zwei Tote nach einer Hai Attacke zu beklagen. Aus mehreren Quellen wurde ein Makohai dafür verantwortlich gemacht, andere Quellen meinen jedoch, es wäre ein Weißspitzenhochseehai. Jeder tödliche Unfall ist sehr tragisch, trotzdem sollte man die Relation dazu nicht außer Betracht lassen. Im Jahr 2021
gab es weltweit nur 73 Angriffe, wovon drei im Roten Meer verzeichnet wurden bei etwa 6 Mio Badegästen. Zum Vergleich: statistisch
gesehen ist Tauchen eine relativ sichere Sportart bei 4,7 tödlichen Unfällen je 1 Mio. Tauchgängen. So gesehen ist das Risiko von einem Hai angegriffen zu werden, nochmals um ein vielfaches geringer.
Der Makohai ist für den Menschen eines der gefährlichste Haiart im Roten Meer. Er kann aus aus der Tiefe mit über 70 km/h hochschießen, wenn er Beute wittert. Der Mensch gehört jedoch nicht in das Portfolio. Warum es trotzdem manchmal zu "Beuteverwechslungen" kommt, hat Jürgen Kriwet, ein führender Haiexperte aus Europa, hat das bei einem
Interview 2010 in der Augsburger Allgemeinen
sehr bildlich erklärt. Er wurde damals zum Thema Haiattacken im Sharm el Sheick interviewt, welche ziemliche Parallelen zu der jetzigen Situation in Sahl Hashesh aufweist.
Zitat aus dem Interview:
Normalerweise greifen Haie Menschen nicht an. Der Mensch passe nicht in das Beuteschema des Hais, so der Wissenschaftler. Er schmecke ihm einfach nicht. Doch bis der Hai dies merkt, kann es für den Menschen längst zu spät sein. Ein Makohai etwa greift aus der Tiefe des Meeres an und schießt förmlich zur Wasseroberfläche empor. „Selbst wenn er dann merkt, dass er das gar nicht haben will, ist es oftmals schon zu spät. Das ist dann wie ein D-Zug, der einen rammt. Und so ein Bein ist ganz schnell ab.“, sagt Prof. Dr. Jürgen Kriwet.
Der Aktuelle Unfall geschah jedoch ziemlich nah an der Küste. Auch dazu erklärte er in dem Interview 2010, dass Haie bis ins knietiefe Wasser kommen.
Damals wurde als mögliche Ursache der vermehrten Haiangriffe das Abladen von Tierkadavern im Roten Meer in Erwägung gezogen.
Mitte Juni gab es Schlagzeilen, die man jetzt auch als Ursache in Verbindung bringen könnte. Mitte Juni sank ein Frachter mit 16.000 geladenen lebenden Schafen, die nach Saudiarabien gebracht werden sollten. Das Schiff kenterte kurz nach auslaufen im Sudan. Dem Hai seine Aufgabe ist es, das Meer sauber zu halten und von Kadavern zu befreien.
"Im Sudan gibt es genügend Haie, für die es ein Festessen war! Auch wenn die Strömung sich gedreht hätte, wäre keines der Kadaver bis zu uns gelangt", erklärte mir eine befreundete Tauchlehrerin.
Jede Sportart hat seine Risiken und man sollte sich dessen Bewusst sein, aber nicht in Hysterie ausbrechen. Auch Bergwanderer haben aktuell in den Dolomiten ein nicht einschätzbares Gletscher Risiko. Bei dem Gletscherbruch sind mehrere Menschen gestorben, doch deshalb werden auch nicht die Dolomiten gesperrt oder man stellt das Bergwandern in Frage.
Aktuell sind die Strandabschnitte zwischen Sahl Hashesh und Markadi für Schnorchler und Wassersportler bis 07.07.2022 gesperrt. Man scannt den Küstenstreifen ab. Tauchboote fahren jedoch weiterhin raus.
Das sind meine ganz persönlichen Recherchen und meine Meinung. Wie man sich jedoch verhalten soll, dass kann ich nicht sagen. Das muss jeder ganz persönlich entscheiden.

Das ist die typische Antwort von Andreas, wenn ihn jemand fragt, ob man Wurst nach Ägypten einführen darf. Grundsätzlich sind alle Sachen für den Eigenbedarf erlaubt, einzuführen. Auch wenn wir selbst einen Koffer mit Lebensmittel aller Arten mitbringen, hatten wir noch nie Probleme. Man sollte jedoch darauf achten, dass es original verpackt oder vakuumiert ist. Was du nicht nach Ägypten mitnehmen solltest: - Medikamente, die unter Betäubungsmittel oder Drogen fallen, nur mit Attest vom Arzt in englisch - Drohnen oder professionelle Kameras sowie Tauchroboter, nur mit Genehmigung - Pornografisches Material, auch wenn es deine Frau genemigt hat! Was du nicht aus Ägypten ausführen darfst Doch viel mehr sollten sich die Urlauber überlegen, was sie nicht mit ausführen dürfen! Darunter fallen Korallen, Muscheln oder versteinertes Holz! Leider beobachten wir immer wieder, wie Leute am Strand Muscheln sammeln. Wer keine Schwierigkeiten am Zoll bei der Ausreise haben möchte, sollte dies einfach unterlassen. Und nur, um die Sachen mit ins Hotel zu nehmen macht ja auch keinen Sinn. Also bitte nur Müll aus dem Meer oder vom Strand sammeln! Übrigens : Sand oder die Flaschen mit Sand sind kein Problem! Einfuhr nach Deutschland Ich wollte meinen Kindern eine Freude machen, und Mangos mitnehmen. Tatsächlich bräuchte man dafür ein Pflanzengesundheitszeugnis! Erlaubte Einfuhr von Pflanzlichen Lebensmitteln: - Kokosnuss - Dateln - Banane - Ananas! Tierische Produkte, dazu zählt auch Honig mit Wabe, sind grundsätzlich verboten! Also, macht euch keine Gedanken, was ihr nach Ägypten mitbringt, sondern eher, welche Andenken ihr nach Deutschand mitbringen wollt!









