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Entschleunigung bei einem Klosterbesuch
Früher lebten in Ägypten viele orthodoxe Christen, die bei den Verfolgungen in Klöstern in den Bergen Zuflucht suchten. Das wohl bekannteste Katharinenkloster ist im Sinai. Von dort aus startet man die Besteigung des Mosesberges.
Doch auch zwischen Kairo und Hurghada befinden sich zwei Kloster, die zu Ehren der Einsiedler Paul und Antony gebaut wurden. Paul entschied sich nach dem Tod seines Vaters und Erbstreitigkeiten, dem weltlichen den Rücken zu kehren. Er lebte in den Bergen als Einsiedler, der Geschichte nach, von Wasser aus der Quelle, von den Datteln der Palmen und ein halbes Brot, welches er täglich von Gott über eine Raben gebracht bekam.
Antony lebte auf der anderen Seite des Gebirges. Er hörte von Paul und machte sich auf den Weg, ihn zu besuchen. Als er bei Paul ankam, brachte der Rabe zwei halbe Brote. Paul merkte, dass er bald sterben würde und wünschte sich ein Gewand des Papstes. Antony wollte dem alten Mann den Wunsch erfüllen und machte sich auf die Reise.
Doch als er zurückkam, war Paul bereits tot. Er kleidete ihn an und wollte ihn begraben. Doch auch Antony war sehr alt und der Steinboden war für ihn zu fest. Löwen gruben in der Nacht das Grab, in dem Paul beerdigt wurde.
Diese kurze Zusammenfassung der Geschichte der beiden Erimitten soll neugierig machen, auf den Spuren der alten Einsiedler zu wandern. Besuchen Sie eines oder beide Kloster, die man gut an einem Tag besichtigen kann. Hier zur Anmeldung.
Ich persönlich bin lieber bei St. Paul zu Gast.
Das Kloster ist kleiner, die Mönche herzlicher und es gibt Wunder über Wunder. In der kleinen Kirche, die über dem Grab errichtet wurde, kann man St. Paul um Hilfe bitten. Die Mönche sind überzeugt davon, dass er die Hilfe nicht verweigert.
St. Antony besticht durch seine Lage, besonders wenn man die 1000 Stufen zu seiner Höhle hochsteigt. Ein Ausblick über das Gebirge ist die Belohnung. Die Kirche von St. Antony ist größer und interessant sind die Räume darunter, die man über eine Glasscheibe besichtigen kann.
Egal, ob ein oder beide Kloster. Für mich ist es immer wieder ein besonderer Augenblick, die Mönche zu besuchen.
Tipp:
Das Kloster St. Paul hat auch ein Hotel. Wer möchte, kann mit uns eine Übernachtung dort bekommen und an jedem Tag ein Kloster besichtigen. Das ist ein absolutes Entschleunigungsprogramm und für Menschen, die sich vielleicht etwas Meditation wünschen, eine gute Gelegenheit.











